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Wird die Instandsetzung von Notre-Dame bis zu den Olympischen Spielen abgeschlossen sein?

Als am 15. April 2019 die Kirche „Notre-Dame de Paris“ in Flammen steht, ist nicht nur Frankreich erschüttert. Ganz Europa trauert um das Schicksal des geschichtsträchtigen Ortes und fragt sich, ob und wann die Kirche wieder für Besucher zugänglich sein wird. Wir blicken auf die Ereignisse:

15. April 2019 – Ein dunkler Tag für die Geschichte Frankreichs
Lichterloh brennt der Dachstuhl von Notre-Dame. Ausgebrochen war das Feuer auf dem Dachboden der Kirche. Die Löscharbeiten dauern mehr als 12 Stunden, sind aber erfolgreich, sodass „nur“ drei Gewölbekuppen, der Dachstuhl und der Vierungsturm (französisch la Flèche) einstürzen. Wertvolle Reliquien und Kunstschätze können gesichert werden. Der Gesamtschaden bewegt, sich Schätzungen zufolge, im dreistelligen Millionenbereich.

2019
Direkt nach dem Unglück beginnt der Wiederaufbau. Im Jahr 2024, pünktlich zu den Olympischen Spielen in Paris, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so Macron. Neben Spenden in Höhe von 846 Millionen Euro, erreichen Frankreich Hilfsangebote aus aller Welt. Oberste Priorität hat die Entfernung des verbrannten Baugerüsts, dass den einstigen Vierungsturm umgab, um weitere Einstürze zu verhindern.

2020
Im Frühjahr 2020 legt die COVID-19 Pandemie den Wiederaufbau zunächst lahm. Im Sommer gehen die Sicherungsarbeiten dann weiter und die Restaurationspläne werden veröffentlicht: Notre-Dame sollte identisch wieder aufgebaut werden.

2021
Im Herbst des Jahres werden die Sicherungsarbeiten abgeschlossen, sodass keine Einsturzgefahr mehr besteht. Insgesamt werden für diesen Arbeitsschritt 150 Millionen der gesamten Spendensumme verwendet. Die Arbeiten der Innenrestauration werden ausgeschrieben; sie sollen insgesamt 550 Millionen kosten. Die verbleibenden 146 Millionen sind für die Verschönerung des Äußeren der Kirche vorgesehen.

2022
Chefarchitekt Villeneuve spricht sich optimistisch zum Zeitplan aus. Einzig an der Fassade würde 2024 noch gearbeitet werden müssen. Auf dem Plan stehen, unter anderem, das Entfernen des beim Brand geschmolzenen Bleis und die Instandsetzung der Orgel bis April 2024. Außerdem die Säuberung der Mauern, Gemälde und Böden. Die Fenster blieben beim Brand unversehrt, müssen aber vorsichtig von Staub und Ruß befreit werden. In Vorbereitung des Wiederaufbaus des Vierungsturms, wurden bei Ausgrabungen Skulpturen aus dem 13. Jahrhundert sowie zwei Sarkophage entdeckt.

Mehr zu den Handwerksarbeiten erfährst Du in diesem Video.

2023
Die Arbeiten gehen auf Hochdruck weiter, denn für den 15. April 2024 ist jetzt ein „Te Deum“ angesetzt. Wenn das so funktioniert, dann hätte Macron sein ambitioniertes Versprechen, die Kirchen binnen fünf Jahren wieder aufzubauen, tatsächlich gehalten.

Es bleibt spannend, ob die Kirche tatsächlich im Sommer 2024, also pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen in Paris, wieder für Besucher aus aller Welt zugänglich ist.

Es gibt auch schon Filme, die die Ereignisse mit Einspielungen von Orginalmaterial zeigen:

Text: Louisa Schmeiduch


Quellen:

Bildnachweise:

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