Aktuelles TOP NEWS

Deutsche in Paris: Updates zum Corona Virus

Hier finden Sie einen News Feed mit den aktuellsten Neuigkeiten zum Corona-Virus in Paris und Frankreich.


/// Auf der Seite des frz. Gesundheitsministeriums finden Sie COVID Testcenter in Ihrer Umgebung ///

/// Informationen der frz. Regierung für Touristen in Frankreich ///


Stand 11/09/2020 10h00

+++ Knapp 10.000 bestätigte Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden +++

Die französische Regierung berät sich heute Nachmittag über weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Neue Beschränkungen auf lokaler Ebene – besonders in Großstädten – sind denkbar. Weitere Informationen finden Sie hier.


Stand 07/09/2020 11h00

+++ In Frankreich rollt mit 8550 Neuinfektionen an einem Tag (Samstag 5/09) die zweite Welle an +++

Am Sonntag, den 06.09 .2020 wurden von der französischen Regierung weitere Regionen zu „départements classés rouges“ erklärt. Nun gelten insgesamt 30 Regionen als Risikogebiete : Corse-du-Sud, Haute-Corse, Côte-d’Or, Nord, Bas-Rhin, Seine-Maritime, La Réunion, Paris, Seine-Saint-Denis, Hauts-de-Seine, Essonne, Yvelines, Seine-et-Marne, Val-de-Marne, Val-d’Oise, Bouches-du-Rhône, Rhône, Gironde, Haute-Garonne, Hérault, Gard, Var, Alpes-Maritimes, Sarthe, Guadeloupe, Martinique, Guyane.
Seit gestern gilt ebenfalls eine Maskenpflicht in der ganzen Stadt für Lyon, Villeurbanne, Strasbourg und im Bas-Rhin.

Man kann sich überall gratis testen lassen, ob mit oder ohne Termin muss man erfragen, jedoch dauert es manchmal bis zu 3 Tagen bis die Ergebnisse vorliegen.

Hier finden Sie eine gute Übersicht aller wichtigen Zahlen in Frankreich.


Stand 02/09/2020 16h00

+++ Was ist bei Reisen von Frankreich nach Deutschland zu beachten? +++

Die Regionen Ile-de-France mit Paris und Provence-Alpes-Côte d’Azur wurden am 24.08.2020 von Deutschland als Risikogebiet eingestuft. Einreisende aus diesen Regionen müssen sich bei der zuständigen Behörde (i.d.R. Gesundheitsamt) melden, einen Pflichttest machen und sich in häusliche Quarantäne begeben. Die Regelquarantänezeit von 14 Tagen kann durch Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses bei der Behörde vorzeitig beendet werden. Corona-Testergebnisse aus Frankreich werden anerkannt, solang diese nicht älter als 48 Stunden sind. Weitere Infos finden Sie hier.


Stand 27/08/2020 19h00

+++ Das Tragen einer Maske wird in ganz Paris Pflicht +++

Ab morgen, Freitag den 28/08 – 8h00, muss in Paris überall eine Maske getragen werden. Personen, die eine sportliche Aktivität ausüben – wie Joggen oder Fahrrad fahren – sind auschgeschlossen. Das gilt auch für die sog. “Petite Couronne”, d. h. auch in den 3 angrenzenden Stadtgebieten: Hauts-de-Seine (92), Seine-Saint-Denis (93) und Val-de-Marne (94). Strafen soll es jedoch nicht sofort in den ersten Tagen geben. Mehr Infos finden Sie hier auf Französisch.


Stand 25/08/2020 11h00

+++ Deutschland erklärt Paris (und die Ile-de-France) zum Risikogebiet +++

Deutschland hat die Regionen Ile-de-France mit Paris und Provence-Alpes-Côte d’Azur wegen der hohen Zahl der CoV-2-SARS-Infektionen zu Risikogebieten erklärt. Das Auswärtige Amt warnt auf seiner Website vor “nicht unbedingt notwendigen touristischen Reisen” in diese Regionen, was bedeutet, dass Reisende, die nach Deutschland zurückkehren, einen Test machen müssen und bis zum Ergebnis in Quarantäne bleiben. Hier ist ein Link zu den Loboratorien, die in Paris Tests anbieten (Suche per Postleitzahl), es empfiehlt sich einen Termin zu vereinbaren, da man sonst sehr lange warten muss. Das Ergebnis liegt in der Regel in 24 Std vor.

+++ Letzte News diesbezüglich aus Deutschland: fast zeitgleich mit der deutschen Reisewarnung für den Pariser Großraum und Teile Südfrankreichs werden Pläne publik, die Corona-Pflichttests für Urlaubsrückkehrer wieder abzuschaffen. Für Einreisende aus Risikogebieten soll demnach ausschließlich die Quarantäneregelung gelten. Das heißt: Die Betroffenen müssen sich wie bisher beim Gesundheitsamt melden und sich in Quarantäne begeben. Wann die neuen Regeln in Kraft treten sollen? Das ist noch unklar, aber diskutiert wird der 15. September +++


Stand 24/08/2020 10h00

+++ Wie gestaltet sich der Schulanfang am 1. September für die Schüler in Frankreich? +++

Der Schulanfang nach den Ferien (la rentrée) wird laut Erziehungsminister Jean-Michel Blanquer nicht verschoben. Kinder ab 11 Jahren und alle Lehrer müssen im Collège und im Lycéé in geschlossenen Räumen ein Maske tragen, selbst dann wenn die Regeln der physischen Distanz eingehalten werden können. Weitere Antworten auf verschiedene Fragen gibt der Minister auf dieser frz. Seite.


Stand 19/08/2020 20hh00

+++ Das Tragen einer Maske ist heute in mehr als einem Drittel aller französischen Städte Pflicht +++

Ausserdem wurde gestern durch die Arbeitsministerin Elisabeth Borne beschlossen dass ab dem 1. September eine Maske auch am Arbeitsplatz in Unternehmen in “geschlossenen und gemeinsam genutzten Räumen” getragen werden muss, d.h. auf Freiflächen, Fluren, in Büros, Umkleideräumen, Besprechungsräumen… nur Mitarbeiter, die über ein Einzelbüro verfügen, brauchen die Maske während ihrer Arbeitszeit nicht tragen. Weitere Infos auf Deutsch und Infos auf Französisch zu diesem Thema.


Stand 17/08/2020 22hh00

+++ Frankreich hat grosse Angst vor einer 2ten COVID-19 Welle +++

In Paris hat sich die Zahl der Infizierten innerhalb von 15 Tagen versechsfacht. Die Bezirke in Paris, in denen das Tragen einer Maske obligatorisch ist, wurden seit dem 15. August erweitert.
Hier sehen Sie eine aktuelle Karte der Stadt Paris mit den betroffenen Gebieten. Diese können sich je nach Entwicklung der Epidemie noch verändern.

Darüber hinaus sind Versammlungen von zehn oder mehr Personen verboten, wenn die Einhaltung der Barrieregesten nicht gewährleistet werden können. Die Kontrollen in öffentlichen Bereichen, im Verkehrswesen sowie in Bars und Restaurants werden verstärkt.

Wer muss eine Maske tragen?
Alle Fussgänger, auch wenn sie Sport treiben, aber keine Fahrradfahrer oder (Elektro)Rollerfahrer und keine Autofahrer.

Weitere Infos auf Französisch finden Sie hier und auch auf der offiziellen Seite frz. Verwaltung.


Stand 04/08/2020 10h00

+++ In einigen Städten Frankreichs gilt Maskenpflicht auch im Freien +++

Immer mehr französische Städte verlangen das Tragen einer Maske in bestimmten Gegenden im Freien. In Toulouse zum Beispiel muss ab morgen entlang der Garonne eine Maske getragen werden (von 12 Uhr bis 3 Uhr nachts, gilt auch für Kinder ab 11 Jahren, für die Dauer von 30 Tagen), es drohen bis zu 135 Euros Geldstrafe. Der Präfekt der Haut-Savoie beschliesst ab sofort das Tragen einer Maske auf öffentlichen Märkten, Flohmärkten und bei Gruppen von mehr als 10 Personen auf öffentlichen Plätzen (ausser Sportanlagen).

04/08/2020 – 15 Uhr – Anne Hidalgo möchte die Maske in bestimmten Gegenden von Paris nun auch obligatorisch machen, geplant sind : Einkaufsstraßen, die Quais der Seine, Parks, Gärten und Märkte. Orte, an denen Touristen und Pariser in Warteschlangen stehen sollen ebenfalls einbezogen werden.

Hier finden Sie eine interaktive Karte Frankreichs, die die Regionen und deren Maskenpflicht darstellt (grün: Maskenpflicht auf Märkten, gelb: Maskenpflicht in einigen Strassen, blau: Maskenpflicht in allen Strassen).


Stand 24/07/2020 12h00

+++ Gesamtsituation und Events +++

Bereits seit 20. Juli 2020 gilt in ganz Frankreich in allen öffentlichen, geschlossenen Räumen (Supermärkte und Geschäfte, Museen,…) strenge Maskenpflicht und auch überall im öffentlichen Transport bleibt diese aufrecht.

Grünflächen, Parks und Gärten sind überall wieder geöffnet, auch die Restaurants im ganzen Land sind wieder offen – unter Einhaltung der Abstandsregeln von 1 Meter. Bei einigen Sehenswürdigkeiten kommt es aufgrund der begrenzten Kapazitäten und Abstandsregelungen zu längeren Wartezeiten.

Bis 29. August kann man am Hinterhof der “Invalides” eine beeindruckende Licht und Soundshow “La Nuit aux Invalides” besuchen (19-25€ für Erwachsene)  und auch das open-air Kino beim Parc de la Villette “La cinéma en plein air” (gratis Eintritt aber Reservierung erforderlich) läuft noch bis zum 23. August.


Stand 15/07/2020 15h00

+++ Maskenpflicht ab 1. August +++

Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte in einem Fernsehinterview am gestrigen Dienstag an, dass das Tragen einer Schutzmaske zum Schutz vor dem Coronavirus ab dem 1. August an allen “geschlossenen öffentlichen Orten” verpflichtend wird. Aber was genau ist ein geschlossener, öffentlicher Ort?

Die am Dienstag zu diesem Thema kontaktierte Generaldirektorin für Gesundheit war noch nicht in der Lage zu definieren, was darunter genau su verstehen seie, versicherte aber, dass dies sehr bald geklärt werden würde.

Aktuell herrscht bereits an vielen öffentlichen Orten eine Maskenpflicht: Bahnhöfe und öffentliche Verkehrsmittel, Museen, Geschäfte, Denkmäler, Kultstätten, überdachte Sportanlagen. Ebenfalls betroffen sind die öffentlichen und bewegten Bereiche von Theater, Kinos und Hotels. Vermutet wird, dass ab sofort in allen Einrichtungen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, von kleinen Geschäften und Praxen, Büros bis hin zu Supermärkten eine Maskenpflicht in Kraft tritt. Die Maßnahme würde Parks, Gärten und andere Freiluftplätze ausschließen.

Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran hat die Franzosen ermutigt, bereits vor dem 1. August Masken zu tragen.


Stand 06/07/2020 10h00

+++ Paris fast wieder “zurück zur Normalität” +++

Die Pariser Straßen sind wieder belebt wie jeher, die Zeit des Confinements scheint schon lange zurückgelassen, es erinnert nicht mehr viel an die zweimonatigen Ausgangsbeschränkungen, die eigentlich erst Mitte Juni aufgehoben wurden. Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr bleibt weiter aufrecht, auch im Inneren von Restaurants bleibt das Tragen für Personal und Gäste, die sich im Lokal bewegen, verpflichtend.

Veranstaltungen von über 5000 Personen bleiben weiter verboten, somit wurden jährliche Veranstaltunge wie die Tour de France oder die Foire du Trône abgesagt. Trotztdem ist im Sommer eingies los: Die Fête des Tuileries, eine Vergnügungsmeile in den Gärten vor dem Louvre, das Disneyland Paris öffnet am 15. Juli seine Türen, das jährliche Cinéma en Plein Air (ein Freiluft-Kino) im Parc de la Villette wird ab 22. Juli stattfinden und auch der Paris Plage wird mit einigen Einschränkungen ab dem 18. Juli wieder Gäste empfangen.

Seit 1. Juli ist die Einreise nach Frankreich wieder für alle EU-Bürger erlaubt (abgesehen von der Quarantänte Empfehlungen für Besucher aus Großbritannien bis zum 10. Juni). Besucher ausserhalb der EU sind aus folgenden Ländern erlaubt: Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Montenegro, Marocco, Neuseeland, Rwanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay. Auch eine Einreise für Urlauber aus China ist wieder erlaubt, solange dies auf Gegenseitigkeit beruht. Die Liste wird alle zwei Wochen upgedated, hier unten die interaktive Karte von FranceInfo:

Stand 16/06/2020 10h00

+++ Ende der Bescheinigung für die Stoßzeiten +++

Nach der Rede des Präsidenten am Sonntagabend, beschleunigt sich die “Rückkehr zur Normalität” in Frankreich deutlich und ab sofort gehört auch die bisher obligatorische “Rushhour-Bescheinigung” der Vergangenheit an. Bisher brauchte man für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen 6.30 und 9.30 Uhr oder zwischen 16.00 und 19.00 Uhr eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers, die besagt, dass man zu diesen Zeiten arbeiten muss. Die Maßnahme hat die Zahl der Fahrgäste auf 30 % des üblichen Niveaus begrenzen sollen, um die Distanzierungsmaßnahmen einzuhalten.

Ab heute, Dienstag, ist keine Bescheinigung des Arbeitsgebers mehr vorzuweisen, um während der Hauptverkehrszeiten die öffentlichen Verkehrsmittel der Île-de-France zu nutzen. 

Das Tragen einer Maske ist und bleibt aber obligatorisch. Bei Reisen mit Bus, Straßenbahn, U-Bahn, Zug und RER ist das Tragen einer Schutzmaske Pflicht. Dies gilt sowohl in Bahnhöfen, auf Bahnsteigen oder an Bushaltestellen tragen. Valérie Pécresse, Präsidentin der Region, möchte, dass die Maskenpflicht mindestens bis Mitte Juli bestehen bleibt.

24 Metrostationen sind weiterhin geschlossen, weil es an Mitteln fehlt, um die Gesundheitsschutzvorschriften zu gewährleisten. Die Nutzung der RER A und B, den U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen erfolgt normal (nur OrlyBus und RoissyBus laufen noch nicht wie gehabt).  Ab dem 22. Juni sollten alle Stationen des Netzwerks geöffnet sein.


Stand 15/06/2020

+++ Ankündigungen von Macron +++

Emmanuel Macron gab am Sonntagabend um 20.00 Uhr während einer Fernsehansprache, die aus dem Elysée-Palast aufgezeichnet wurde, ein Update zur Gesundheitskrise im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die neue Phase soll den wirtschaftlichen Aufschwung beschleunigen, jetzt wo die Epidemie “unter Kontrolle” zu seien  scheint.

Folgende wichtige Ankündigungen gehen aus der Ansprache des Präsidenten hervor:

  • Ab dem heutigen Montag geht ganz Frankreich, mit Ausnahme von Mayotte und Französisch-Guayana, in die grüne Zone über, was die Wiedereröffnung aller Cafés und Restaurants im gesamten Großraum Paris ermöglicht. Bisher durften auf der Île-de-France nur “Terrassenlokale” öffnen.
  • Auch die französischen Grenzen öffnen heute, am 15. Juni, für Personen aus dem Schengen-Raum wieder. Ab dem 1. Juli sollen auch Grenzübergänge zu Ländern außerhalb Europas wieder möglich sein.
  • Die Kinderkrippen und Schulen müssen darauf vorbereitet sein, ab dem 22. Juni alle Kinder und Schüler aufzunehmen. Die Schulpflicht soll ab dann wieder in Kraft treten.
  • Besuche in Altersheimen und “Ehpads” sollen auch ab dem heutigen Montag wieder erlaubt sein.
  • Die Kommunalwahlen am 28. Juni werden stattfinden können. Er fügte jedoch hinzu, dass es notwendig sein wird, Versammlungen weitgehend zu vermeiden, weil sie der “Hauptgrund” für die Ausbreitung des Virus sind.

Emmanuel Macron kündigte auch an, dass er sich im Juli erneut an die Franzosen wenden werde, um “einen neuen Weg zu bestimmen und die ersten Aktionen zu starten”.

Folgende Abbildungen zeigen eine Zusammenfassung der Ankündigungen auf Französisch sowie die neue Karte des “Déconfinements”:


Stand 11/06/2020

+++ Macron will am Sonntag Kurswechsel ankündigen +++

Fast auf den Tag genau drei Monate, nachdem er beschlossen hat, über das ganze Land eine “Ausgangssperre” zur Bekämpfung des Coronavirus zu verhängen, wird sich der Präsident der Republik am Sonntag, dem 14. Juni, um 20 Uhr erneut an das französische Volk wenden.

In dieser vierten Rede des Präsidenten soll es diesmal darum gehen, das Déconfinement zu beschleunigen, da die Epidemie “unter Kontrolle” zu sein scheint. An der Spitze des Staates wird in der Tat davon ausgegangen, dass der wirtschaftliche und soziale Notstand nun Vorrang vor dem gesundheitlichen Notstand hat.

Um wieder vorwärts zu kommen, plant Emmanuel Macron eine “neueEtappe”, die Anfang September beginnt und bis zum Ende der fünfjährigen Amtszeit dauern wird.


Stand 05/06/2020 09h00

+++ Die Epidemie ist in Frankreich “unter Kontrolle” +++

Auch wenn das Virus noch da ist, ist die Covid-19 Pandemie in Frankreich “unter Kontrolle“, versicherte Professor Jean-François Delfraissy, Präsident des wissenschaftlichen Rates, am Freitagmorgen bei France Inter.

Das Virus zirkuliert weiterhin, aber es zirkuliert mit langsamer Geschwindigkeit. Wo wir Anfang März vor den Eindämmunsmassnahmen etwa mehrere zehntausend Fälle hatten,  schätzen wir jetzt auf etwa 1.000 Fälle”, erklärte er.

+++ Keine Militärparade am 14. Juli +++

Der Nationalfeiertag, der in Frankreich jedes Jahr am 14. Juli gefeiert wird, wird dieses Jahr nicht mit der traditionellen Militärparade auf den Champs-Élysées gefeiert werden.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und angesichts der in Frankreich immer noch begrenzten Personenanzahl bei öffentlichen Versammlungen wird die Parade am Dienstag, dem 14. Juli 2020, durch eine sehr private Zeremonie auf dem Place de la Concorde ersetzt.

Das endgültige Programm wurde noch nicht vorgelegt, jedoch ist bereits bekannt, dass die Zeremonie eine Ehrung des Pflegepersonal im Zuge der Corona-Krise umfassen soll.


Stand 03/06/2020 10h00

+++ Selbsterklärung zum Grenzübertritt der deutsch-französischen Grenze +++

Die Selbstdeklaration zum Grenzübertritt der deutsch-französischen Grenze ist jetzt auf der Seite des französischen Innenministeriums downloadbar. Hier verlinken wir euch die Internetseite, auf der ihr alle relevanten Dokumente in mehreren Sprachen findet.

Eine Einreise aus touristischen Gründen ist weiters nicht vorgesehen. Nur aus triftigen familiären, beruflichen, medizinischen und ausbildungs-spezifischen Gründen ist eine Einreise zugelassen.

Hier der Link zur Selbsterklärung auf Deutsch.


Stand 29/05/2020 09h00

+++ Die wichtigsten Änderungen ab dem 2. Juni 2020 +++

Premierminister Edouard Philippe stellte am gestrigen Donnerstag den Plan für die zweite Phase des “Déconfinement” für Frankreich ab dem 2. Juni vor. Die wichtigsten Ankündigungen hier im Überblick:

  • Es gibt keine “roten” Regionen mehr, die Departements Île-de-France, Guyane und Mayotte werden auf “orange” umgestellt. Alle anderen Regionen sind ab sofort “grün”
  • Die 100-km-Regel wird aufgehoben
  • Grenzbeschränkungen bleiben bis zum 15. Juni in Kraft
  • EU-Außengrenzen bleiben mindestens bis 15. Juni geschlossen
  • Versammlungen bleiben bis zum 21. Juni auf 10 Personen im Freien beschränkt
  • Wiedereröffnung von Cafés, Bars und Restaurants mit Einschränkungen, im Großraum Paris wird nur das “Terrassen-Geschäft” erlaubt sein
  • Wiedereröffnung von Parks und Gärten auch in Paris
  • Schwimmbäder, Turn- und Sporthallen werden am 2. Juni in der “grünen Zone” und am 22. Juni in der “orangen Zone” wieder geöffnet
  • Museen und Denkmäler sind ab dem 2. Juni wieder geöffnet, das Tragen der Maske ist obligatorisch
  • Theater könnten ab dem 22. Juni wiedereröffnet werden
  • Alle Schulen werden wieder geöffnet, die Gruppen sind auf 15 Schüler beschränkt. Kein mündliches französisches Abitur, es wird kontinuierliche Beurteilung angewandt
  • Die Campingplätze können ab 2. Juni in der grünen Zone und am 22. Juni in der orangen Zone wiedereröffnet werden

Eine gute graphische Übersicht von Ankündigungen in allen Bereichen auf Französisch und die neue Karte des Déconfinement verlinken wir hier:

 


Stand 28/05/2020 16h00

+++ Die neue Phase des “Déconfinement”+++

Wiedereröffnung von Restaurants, Ende der 100-km-Grenze, Übergang in die “grüne Zone”… Ganz Frankreich wartet gespannt auf Dienstag, den 2. Juni nächste Woche, an dem Frankreich in eine neue Phase des Déconfinements gehen soll. Präzise Ankündigungen zu Maßnahmen verkündet Premierminister Edouard Philippe am heutigen Donnerstag.

+++ Grünes Licht für umstrittene “Stop-Covid-App” +++

Nach einer Versammlung am gestrigen Mittwoch Abend, validiert der Senat StopCovid, den Antrag zur Kontaktrückverfolgung von Corona-Erkrankten der französischen App im Kampf gegen das Corona Virus. Das Projekt war in den letzten Monaten Gegenstand zahlreicher Debatten gewesen, weil es aufgrund der Datenschutzverordnungen sehr umstritten war. Es ging darum, die Funktion zu aktivieren, dass Personen identifiziert werden können, die einem Covid-19-Patienten nahe stehen und daher wiederum das Risiko haben, auch an der Krankheit zu erkranken. Die endgültige Entscheidung soll noch von Emmanuel Macron und Premierminister Edouard Philippe getroffen werden, aber daran gibt es kaum noch Zweifel. Die Nutzung der App soll auf freiwilliger Basis erfolgen.

Das StopCovid-Entwicklungsteam muss nun hart arbeiten, um bis Dienstag, den 2. Juni bereit zu sein. Insbesondere muss die Kalibrierung des Algorithmus, der zur Ableitung des Abstands zwischen zwei Personen aus Bluetooth-Wellen verwendet wird, noch abgeschlossen werden. Dann kommt die eigentliche Feuerprobe für StopCovid: die Annahme – oder auch nicht – der französischen Bürger.


Stand 18/05/2020 15h00

+++ Amazon öffnet ab 19. Mai seine Lagerhäuser in Frankreich +++

Der amerikanische E-Commerce-Riese Amazon kündigte am Freitag an, dass er seine Vertriebszentren ab Dienstag, dem 19. Mai 2020, schrittweise wieder öffnen wird. Amazon hatte am 16. April seine sechs Lagerhäuser in Frankreich nach einem Streit über die Arbeitsbedingungen mitten in der Coronavirus-Pandemie geschlossen.


Stand 15/05/2020 12h00

+++ Die News des Tages im Überblick +++

  •  Die SCNF (französischer Zugverband) eröffnet an diesem Freitag ihren Service der Fahrkartenreservierung für diesen Sommer. Der Premierminister hatte zuvor erklärt, dass die Franzosen im Juli und August in Frankreich Urlaub machen könnten
  • In nur wenigen Wochen sind im gesamten Großraum Paris bereits über 30 km Radweg entstanden. Manche nennen sie die “Corona-Wege” und beziehen sich damit auf die temporären Fahrradwege, die in der Zeit der Gesundheitskrise dringend benötigt werden, um den Reisebedarf zu decken. Hier der Link zur Karte des Fahrrad-Netzwerkes.

Stand 14/05/2020 15h00

+++ Die News des Tages im Überblick +++

  • Am heutigen Donnerstagmorgen fand ein Austausch des Innenministeriums für Tourismus statt. Edouard Philippe äußerte sich dort optimistisch zu den Sommerferien. Die Franzosen werden im Juli und August innerhalb von Frankrei in den Urlaub fahren können, jedoch abhängig von der Entwicklung der Epidemie.
  • Die Regierung hofft, am 2. Juni in der “grünen Zone” wieder Cafés und Restaurants eröffnen zu können. Dies kann jedoch nur angedacht werden wenn sich die Entwicklung der Epidemie nicht verschlechtert und unter der Voraussetzung, dass die sanitären Maßnahmen perfekt eingehalten werden.
  • Private Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen sind nicht mehr verboten. In keinem der am 11. Mai veröffentlichten Dekrete wird ein Verbot von Versammlungen von mehr als zehn Personen an privaten erwähnt. Die Regierung appelliert in diesem Punkt an die Vernunft der Bevölkerung. Hygienemaßnahmen sollten an allen Orten und unter allen Umständen, auch an privaten Orten, angewendet werden müssen.

Stand 13/05/2020 10h00

+++ Die News des Tages im Überblick +++

  • Covid-19 hat in Frankreich insgesamt bereits 26.991 Todesfälle verursacht, darunter 348 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden.
  • Amazon kündigt an, dass seine französischen Lagerhäuser bis Montag, den 18. Mai geschlossen bleiben.
  • Die Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo hat sich an diesem Dienstag erstmals für das obligatorische Tragen von Masken ausgesprochen. Eine Maßnahme, die sie vorrangig umsetzen möchte, um die Parks und Gärten der Hauptstadt wieder zu öffnen. Gesundheitsminister Olivier Veran hat ihr in diesem Punkt erneut ein endgültiges “Nein” übermittelt, da Paris in die rote Zone eingestuft wird. Generell wird aber darüber nachgedacht, das Tragen von Masken in ganz Paris verpflichtend zu machen.
  • Mehrere Strände sind ab dem heutigen Mittwoch im Finistère und in der Loire-Atlantique wieder geöffnet. Eine Prämiere seit dem 17. März, aber die Wiedereröffnung wird sehr streng überwacht. Spaziergänge, Schwimmen und Angeln sind erlaubt. Auch Sport ist erlaubt, zur Freude der Surfer, aber nur Einzelsportarten sind erlaubt, kein Fußball oder Beachvolleyball. Auch das Sonnenbaden ist strengstens verboten, man darf sich nicht in den Sand setzen und auch Picknicks und der Konsum von Alkohol sind nicht vorgesehen.

Stand 12/05/2020 10h00

+++ Die wichtigsten News des Tages im Überblick +++

  •  Seit gestern Abend ist die neue Bescheinigung für Fortbewegungen über 100 km hinaus online. Diese sind jedoch weiterhin nur aus bestimmten Gründen erlaubt. Hier der Link zur Online-Version des Innenministeriums.
  • Auch die Attestation für den Arbeitsweg, die vom Arbeitgeber ausgefüllt und unterzeichnet werden muss, steht hier zum Download bereit.
  • Das Gesetz, mit dem der gesundheitliche Notstand bis zum 10. Juli verlängert wurde, wurde am Montag vom Verfassungsgerichthof bestätigt. Zwei Elemente im Zusammenhang mit der Rückverfolgung der Kontakte und der Isolierung von Patienten wurden jedoch zensiert.
  • Die erste Katze in Frankreich, die (offiziell) mit dem Corona-Virus infiziert ist, hat die selben Symptome, die auch bei Menschen auftreten. Mehr Infos dazu hier.

+++ Die neue Bescheinigung ab 100 km +++

Das Innenministerium hat am gestrigen Montagabend die hier verlinkte neue Bescheinigung für Fortbewegungen über 100 km (Luftlinie) hinaus online gestellt. Dieser müssen zwei “Beweisstücke” beigefügt sein, eine Bestätigung des Wohnorts und ein Dokument mit der Rechtfertigung der Reise.

Als Bestätigung des Wohnorts werden sowohl Telefon-, Strom-, Gas- oder Wasserrechnungen als auch Mietrechnungen, Steuer- oder Wohnsteuerbescheide oder eine Erklärung der CAF akzeptiert. Das weitere vorzulegende Dokument, der Nachweis des Reisegrundes kann folgende Gründe beinhalten: Nachweis eines Arzttermins, Schulanmeldung, polizeiliche oder gerichtliche Vorladung, Bescheinigung des Arbeitgebers, usw. Die sieben Gründe sind auf der Bescheinigung angeführt.


Stand 11/05/2020 11h00

+++ Frankreich startet in den ersten Tag des “Déconfinements” +++

+++ Neue Attestation für den Arbeitsweg +++

Ab dem heutigen Montag, den 11. Mai 2020, müssen Arbeitnehmer in der Île-de-France ihren Arbeitnehmern eine neue Bescheinigung ausstellen, um die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen zu dürfen.

“Das Ziel ist, dass die Fahrgastzahlen, die derzeit 6% betragen, in der Île-de-France auf 15% begrenzt bleiben”, erklärt Elisabeth Borne. “Telearbeit soll und muss die Regel bleiben.”

Für den Weg von und zur Arbeit sind ab heute spezifische Zeitfenster vorgesehen. Auf der neuen Bescheinigung müssen die Zeitfenster angegeben werden. Die Idee dahinter ist es, zu verhindern, dass sich viele Menschen zur gleichen Zeit in die Öffis begeben und eine Verteilung der Menschenmassen in den Stoßzeiten zu ermöglichen.

Man kann zwischen verschiedenen Zeitfenstern im Stundentakt zwischen 6.30 und 10.30 morgens und 15.30 und 19.30 abends wählen. Arbeitnehmer mit einer Attestation werden bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln jener ohne Attestation vorgezogen.

Im Falle der Nichtvorlage der Bescheinigung oder Nichteinhaltung der auf der Bescheinigung angegebenen Zeiten, droht erneut eine Geldstrafe von 135€.  Dasselbe gilt beim Verstoß gegen die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei der Benutzung der Öffis in der Region Île-de-France aus anderen als den genannten Gründen.

Die Attestation für den Arbeitsweg steht hier zum Download.


Stand 07/05/2020 17h00

+++ Die wichtigsten Ankündigungen vom 7. Mai +++

  • Der Premierminister bestätigt, dass Frankreich ab Montag, dem 11. Mai in die erste Phase der Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen starten kann. In stark vom Virus betroffenen Regionen wird dies jedoch langsamer erfolgen.
  • Einschränkungen was Grenzübergänge im europäischen Raum (EU, Schengen und Vereinigtes Königreich) betrifft werden bis mindestens 15. Juni aufrecht erhalten. Grenzen zu nicht europäischen Ländern bleiben “bis auf Weiteres geschlossen”.
  • Ab dem 11. Mai wird es also wieder möglich sein, “ohne eine Bescheinigung frei auf die Straße zu gehen”. Allerdings wird eine Grenze von 100 km Luftlinie um den Wohnort herum festgelegt. Um die Überprüfung der 100-km-Regel zu ermöglichen, wird ein neues Zertifikat ausgestellt, das über diese Grenze hinausgeht. Solche Fortbewegungen seien jedoch nur in “dringenden familiären und unabdingbaren Fällen” genehmigt.
  • Die neue Karte des “Déconfinement”: 4 Regionen und 32 Departments werden im Hinblick auf das Déconfinement in “rot” eingestuft, das sind die Reginoen Île-de-France, Hauts-de-France, Grand Est und Bourgogne-Franche-Comté sowie das Departement Mayotte. Dort wird die Aufhebung der Maßnahmen langsamer erfolgen als anderswo.
  • Edouard Philippe bestätigt, dass die “Collèges” in den als “rot” eingestuften Regionen in denen das Coronavirus “noch aktiv zirkuliert und die Krankenhäuser noch unter hoher Spannung stehen”, nicht wiedereröffnen werden.
  • Nach dem 11. Mai wird es keine “obligatorischen Maßnahmen” für gefährdete Personen geben. Risikogruppen werden aber aufgerufen, weiterhin so vorsichtig wie möglich zu sein.
  • Die Ausübung von Sport an öffentlichen Orten im Freien ist ab 11. Mai wieder erlaubt, alle “Hallensport-Einrichtungen” müssen aber geschlossen bleiben. Auf der anderen Seite bleiben Kinos und Konzerthallen geschlossen. Auch Parks und Gärten bleiben geschlossen.
  • Die Eröffnung von Stränden und Badestätten wird fallweise durch Genehmigung der Präfekte möglich sein, allgemein bleiben diese aber vorerst geschlossen.
  • Die Fallzahlen in der Île-de-France gehen zurück, bleiben aber “höher als erhofft”.
  • Die Regierung werde “sehr strenge Regeln” für den öffentlichen Verkehr in Paris auferlegen, und dass zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden können, wenn sich die Situation nicht verbessere. Das Tragen von Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln wird zur Pflicht für alle Fahrgäste ab 11 Jahren. Verstöße werden mit einer Geldstrafe von 135€ geahndet.
  • Versammlungen und Zusammentreffen sind vorerst auf 10 Personen beschränkt, wobei die Regeln der sozialen Distanzierung zu beachten sind. Ab dem 2. Juni könnte eine neue Verordnung in Kraft treten, aber in jedem Fall wird bis September keine Veranstaltung mit mehr als 5.000 Teilnehmern organisiert werden.
  • Der Bildungsminister kündigt an, dass ab Montag, dem 11. Mai eine Million Schulkinder und 130.000 Lehrer in die Schulen zurückkehren sollen.
  • Frankreich ist laut dem Gesundheitsminister bereit, ab 11. Mai “Massen-Tests” durchzuführen, um stärker denn je gegen die Ausbreitung des Virus anzukämpfen. 700.000 Tests sollen pro Woche zur Verfügung gestellt werden und auch Kapazitäten für die Isolation von allen Kranken seien gewährleistet.

Stand 07/05/2020 10h00

+++ Die News des Tages +++

  • Covid-19 tötete bisher 25.531 Menschen in Frankreich. Der Druck auf den Intensivstationen lässt weiter nach aber 24.775 Menschen sind am Dienstagabend wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus, darunter 3.430 schwerwiegende Fälle auf der Intensivstation.
  • Alle warten gespannt auf die weiteren Ankündigungen von Premierminister Edouard Philippe, der am heutigen Donnerstag um 16.00 Uhr ein Update zu den Vorbereitungen für die Zeit nach dem 11. Mai geben wird.
  • “Pôle emploi” wird seine Agenturen ab dem 18. Mai wieder öffnen, aber den Empfang der Kunden auf eine bestimmte Anzahl von essentiellen Aktivitäten beschränken.
  • Die Region Île-de-France hat mit den zuständigen Behörden einen Vertrag unterzeichnet, der darauf abzielt, die “Rush-hours” im öffentlichen Verkehr zu reglementieren und das Home-Office in den Unternehmen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten, kündigte Valérie Pécresse an.

Stand 05/05/2020 10h00

+++ Radfahren und Zu-Fuß gehen im Aufschwung +++

Laut einer Studie, die von der Fahrradreparaturfirma Cyclofix in Auftrag gegeben wurde, wollen 29% der Franzosen nach dem 11. Mai auf das Fahrrad oder den Elektro-Roller zurückgreifen bzw. zu Fuß gehen und damit auf öffentliche Verkehrsmittel verzichten.

Fahrräder und Roller haben sich in Frankreich bisher nicht so großer Beliebtheit erfreut wie das in anderen Ländern schon lange der Fall ist, aber das wird sich wahrscheinlich ändern. Ab dem 11. Mai wollen viele Franzosen, insbesondere um in die Arbeit zu kommen, auf nachhaltige Verkehrsmittel umsteigen. Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel könne hingegen um 63% zurückgehen.

Die Studie wurde noch durchgeführt, bevor die Regierung einen 20 Millionen Euro teuren “Fahrradplan” ankündigte. Der Plan sieht einen vom Staat gezahlten Pauschalbetrag von 50 Euro vor, um sein Fahrrad reparieren zu lassen (Bremsen, Kette usw.). Viele Städte haben auch ihre Absicht angekündigt, in den kommenden Wochen und Monaten ihr Radwegenetz auszubauen, um das Leben der Radfahrer zu erleichtern.

Mehr Infos hier.

+++ Wohin in einem Umkreis von 100km? +++

Ab dem 11. Mai darf man sich ja wieder in einem Umkreis von 100km um den Wohnort fortbewegen. Über 100 km hinaus, ist jedoch nach wie vor eine Attestation erforderlich, und es muss nachgewiesen werden, dass es sich um berufliche oder unabdingbare familiäre Gründe handelt. Ein Pfingstwochenende am Meer kann man also erstmal vergessen, denn die Strände bleiben geschlossen, gleich wie vorerst alle Cafés und Restaurants.

Mit der hier verlinkten Anwendung  kann man einen Kreis mit einem Radius von 100 Kilometern um den Wohnort ziehen und so die Orte bestimmen, an die man sich begeben kann. Ähnliche Apps existieren auch bereits für das Smartphone.

+++ Ende Mai öffnet die Post all ihre Büros wieder +++

Nachdem “La Poste” einen Großteil ihrer Büros wegen Covid-19 geschlossen und die Verteilung von Briefen und Paketen eingeschränkt hat, kündigt sie am Dienstag, 5. Mai 2020, eine schrittweise Rückkehr zur Normalität ab dem 11. Mai an.

In einer Pressemitteilung gibt die La-Poste-Gruppe an, dass Briefe und Pakete ab dem 11. Mai schrittweise an 6 Tagen in der Woche zugestellt werden und dass eine Wiedereröffnung aller Postämter in Frankreich bis Ende Mai möglich sein wird.

Die Öffnungszeiten werden je nach Gemeinde angepasst und Kunden könnten unter Einhaltung der Barrieregesten wieder am Schalter empfangen werden. Außerdem werden zwei neue Produkte angeboten:

  • Die kostenlose Abholung der Post von schutzbedürftigen Personen von zu Hause, um Risikopatienten keinen unnötigen Risiken auszusetzen.
  • Und der Versand von eingeschriebenen Briefen aus dem eigenen Briefkasten. Wenn man einen eingeschriebenen Brief versenden möchte, muss man einfach den entsprechenden Aufkleber ausdrucken und ankleben und im Briefkasten platzieren.

Mehr Infos dazu findet ihr hier.


Stand 04/05/2020 10h00

+++ Die News des Tages im Überblick +++

  • Diesen Montag beginnen einige große Einzelhändler und Supermärkte mit dem Verkauf von Masken.
  • Die Regierung wird heute dem Senat den Text vorlegen, der den gesundheitlichen Notstand um zwei Monate verlängert.
  • 11,7 Millionen Beschäftigte der Privatwirtschaft in Frankreich  befinden sich in Kurzarbeit.
  • Frankreich wird keine Quarantäne gegen Personen aus der EU, dem Schengen-Raum und dem Vereinigten Königreich verhängen.
  • Macron will am kommenden Mittwoch Maßnahmen zugunsten von Künstlern und Kultur ankündigen und am Donnerstag folgen weitere Beschlüsse zur Zeit nach dem 11. Mai.

+++ Quarantäne und Verlängerung des Gesundheitsnotstands +++

Keine Quarantäne für Personen aus der EU, dem Schengen-Raum oder dem Vereinigten Königreich. Diese Bedingungen sollten in den kommenden Tagen noch präzisiert werden. Die französische Regierung teilte am Sonntagabend mit, dass Frankreich keine Quarantäne gegen “Personen, unabhängig von ihrer Nationalität, die aus der EU, dem Schengen-Raum oder dem Vereinigten Königreich kommen” verhängen werde.

Am Tag zuvor hatte Gesundheitsminister Olivier Véran erklärt, dass die Quarantänemaßnahmen, die im Gesetzentwurf zur Verlängerung des gesundheitlichen Notstands vorgesehen sind, “für alle Personen gelten würden, die in Frankreich einreisen”.

Die Regierung beschloss am Samstag, den Gesundheitsnotstand gegen Covid-19 um zwei Monate bis zum 24. Juli zu verlängern, und klärte den Rahmen der ab 11. Mai geplanten Dekonfinierung ein wenig ab, insbesondere hinsichtlich der Überwachung der Patienten.

+++ Die neue Karte des “Déconfinements” +++

Das Generaldirektorat für Gesundheit präsentierte am Sonntagabend die neue Karte des “Déconfinements” und die Bewertung der Coronavirus-Epidemie in Frankreich. Covid-19 hat seit dem 1. März 24.895 Todesfälle verursacht, darunter 135 neue Todesfälle in den letzten 24 Stunden.

Ab dem 11. Mai werden die grünen Abteilungen in der Lage sein, eine umfassendere Aufhebung der Beschränkungen als die anderen zu organisieren. Am 7. Mai soll es nur noch zwei Kategorien geben – grün und rot, die den Grad der Lockerung der seit dem 17. März eingeführten Beschränkungen bestimmen.

+++ Bestimmungen für die Rückkehr der Mitarbeiter in Unternehmen +++

Das Arbeitsministerium hat an diesem Sonntag das Protokoll veröffentlicht, das alle Unternehmen für die Rückkehr der Mitarbeiter ins Unternehmen ab dem 11. Mai einhalten müssen. Die Telearbeit muss jedoch die “Norm” bleiben, insbesondere in der Region Île-de-France.

Jeder Mitarbeiter muss “4 m²” haben, das ist der “physische Abstand”, der innerhalb des Unternehmens einzuhalten ist. Zudem ist das Tragen einer Maske obligatorisch. Es liegt in der Verantwortung des Unternehmens, Mitarbeiter mit Masken zu versehen. Um zu verhindern, dass sich Mitarbeiter kreuzen sollen Wege im Unternehmen neu strukturiert werden und Fahrpläne angepasst, um “Massenankünfte” zu vermeiden.

Mehr Infos dazu hier.


Stand 30/04/2020 11h00

+++ Die News des Tages im Überblick +++

  • Seit dem heutigen Donnerstag sind Masken in Tabakläden im Verkauf.
  • Die erste Karte der Einstufung von “grünen” und “roten” Regionen Frankreichs nach Ausmaß der Epidemie wird heute Abend vorgestellt.
  • Das französische BIP fiel im ersten Quartal um 5,8%, ein Wachstumseinbruch, der seit 1949 nicht mehr beobachtet wurde.
  • Alle Infos zu den Ankündigungen von Edouard Philippe in den Updates unten von gestern.

+++ Tabakläden verkaufen ab heute Masken +++

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus in Frankreich einzudämmen, kündigte der Verband der Tabakhändler am Donnerstagabend an, dass die 24.000 Tabakhändler in Frankreich künftig Masken verkaufen werden.

Fachleute sagen, dass sie so schnell wie möglich auf Schutzbedürfnisse reagieren wollen. Die Tageszeitung Le Parisien berichtete von einem Stückpreis von rund fünf Euro.

Diese Masken werden “aus Stoff hergestellt, waschbar und etwa zwanzig Mal wiederverwendbar sein”, so Philippe Coy, Präsident des Netzwerks, in einem Interview mit Le Parisien. Sie sollten ab 30. April in Tabakläden erhältlich sein.

+++ Ein Millionen Plan zum Ausbau des Radnetzes +++

Nach dem Aufheben der Ausgangsbeschränkungen will die Regierung vermeiden, dass sich die Franzosen wieder zu sehr auf öffentliche Verkehrsmittel und das Auto stürzen. Es werden daher 20 Millionen Euro freigegeben, um das Radfahren, insbesondere für den Weg in die Arbeit, zu fördern.

Um die Beliebtheit des Fahrrads als Verkehrsmittel in Frankreich, das im Vergleich zu anderen europäischen Ländern im Rückstand ist, zu begleiten, bietet die Regierung denjenigen, die bereit sind, das Fahrrad für die alltägliche Fortbewegung zu nutzen, einen Anreiz: eine Pauschale von 50 Euro für die Reparatur eines gebrauchten Fahrrads (Wechsel der Bremsen, Beleuchtung, Reifen…).
Die Reparaturwerkstätten werden auf der Website des französischen Fahrradnutzerverbandes aufgeführt.
Diese Hilfe ist Teil eines umfassenderen 20-Millionen-Euro-Plans, mit dem auch temporäre Parkplätze und Schulungen zum Erlernen oder Wiedererlernen des Fahrradfahrens finanziert werden sollen.

Die Präsidentin der Region Ile-de-France, Valérie Pécresse, hat bis zu 300 Millionen Euro für den “RER vélo” zugesagt, ein Projekt, das 650 Kilometer Radwege auf neun Routen umfasst.
Nizza will bestimmte Verkehrsadern für Fahrräder reservieren, während Montpellier bereits einen provisorischen Radweg eröffnet hat.


Stand 29/04/2020 10h00

+++ Was man den Ankündigungen des Premierministers entnehmen kann +++

Premierminister Edouard Philippe stellte der Nationalversammlung am Dienstag den Plan der Exekutive vor die Ausgangsbeschränkungen ab dem 11. Mai schrittweise aufzuheben. Hier ein Überblick der wichtigsten Ankündigungen und worüber die Abgeordneten abgestimmt haben:

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Isolierung der Virusträger

  • Ab dem 11. Mai sollen 700 000 Tests pro Woche möglich sein
  • Positiv getestete Menschen werden die Wahl haben, sich entweder zu Hause zu isolieren (zwei Wochen) oder sich in einem bestimmten Hotel zu isolieren. Ziel dieser Strategie ist es die Übertragungsketten zu durchbrechen.
  • Jedes Departement wird Brigaden einsetzen um Kontaktpersonen von positiv Getesteten zu identifizieren um wiederum auch diese zu testen. Die Tests werden von der Krankenversicherung bezahlt.

Warnung vor einem möglichen Aufschub

  • Philippe warnte, dass wenn die Epidemie bis zum 11. Mai nicht ausreichend eingedämmt werde, die Ausgangsbeschränkungen noch strenger werden. Dies soll die Franzosen ermutigen, bis zum 11. Mai so “diszipliniert wie möglich” zu bleiben.
  • Ab dem 11. Mai wird in “grüne” und “rote” Regionen unterschieden und der Umfang der Aufhebungen wird somit vom Ausmaß der Epidemie in den jeweiligen Regionen abhängen.
  • Nach einer ersten Phase der Aufhebung am 11. Mai beginnt am 2. Juni für drei Wochen eine neue Phase mit neuen Maßnahmen, die vom Ausmaß der Epidemie abhängen wird.

Ankündigungen zu Veranstaltungen und Zusammentreffen

  • Große Sport- und Kulturveranstaltungen und Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern, werden nicht vor September stattfinden.
  • Kinos, Theater, große Museen und Konzertsäle bleiben auch nach dem 11. Mai geschlossen.
  • Versammlungen werden ab dem 11. Mai auf öffentlichen Straßen oder an privaten Orten “auf 10 Personen beschränkt” .
  • Die Strände bleiben mindestens bis zum 1. Juni für die Öffentlichkeit geschlossen.
  • Die Saison 2019-2020 des Profisports, insbesondere des Fussballs, wird nicht wieder aufgenommen und es wird keine religiösen Zeremonien vor dem 2. Juni geben.
  • Begräbniszeremonien sind weiterhin auf 20 Personen beschränkt, Friedhöfe werden am 11. Mai wieder geöffnet.

Transport- und Reiseankündigungen

  • Das Tragen einer Maske wird in öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorisch.
  • Da die Kapazität der öffentlichen Verkehrsmittel bleibt reduziert, ein Abstand zwischen den Fahrgästen muss eingehalten werden, jeder zweite Sitz soll leer bleiben.
  • Es gibt weiterhin viel weniger Züge (auch TGVs) und man kann sie nur mit vorheriger Reservierung nutzen.
  • Ab dem 11. Mai braucht man keine Ausgangsbescheinigung mehr, es sei denn man möchte weiter reisen als 100 km und das auch nur aus beruflichen oder zwingenden familiären Gründen.

Ankündigungen zu Schulen und Kindergärten

  • Schrittweise Wiedereröffnung von Kindergärten und Grundschulen am 11. Mai auf freiwilliger Basis.
  • Ab dem 11. Mai werden die Kinderkrippen mit bis zu 10 Kindern wieder geöffnet, das Personal muss Masken tragen, die Kinder nicht.
  • Ab dem 18. Mai, aber nur in wenig vom Virus betroffenen Regionen, wird die Eröffnung von Colleges in Erwägung gezogen. Masken müssen in den Schulen getragen werden und werden denjenigen zur Verfügung gestellt, die sie nicht bekommen konnten.
  • Entscheidung Ende Mai über eine Wiedereröffnung der Gymnasien, beginnend mit den Berufsschulen, Anfang Juni.

Ankündigungen zur Arbeit

  • Home-Office muss wo immer möglich aufrechterhalten werden, Einführung von gestaffelten Arbeitszeiten, wenn Home-Office nicht möglich ist.
  • Obligatorisches Tragen von Masken am Arbeitsplatz, wenn es unmöglich ist, physische Distanzierung umzusetzen.

Ankündigungen über Masken

  • Edouard Philippe versichert, dass es unter “vielen Umständen” “vorzuziehen” sei, eine Maske zu tragen, wie Wissenschaftler jetzt empfehlen.
  • Der Premierminister verspricht, dass es ab dem 11. Mai genügend Masken im Land geben wird, um den Bedarf zu decken.
  • Während des Transports, bei der Arbeit und in Schulen müssen Masken getragen werden. Sämtliche Fachkräfte in Kindergärten und Krippen haben eine Maskenpflicht.
  • Apotheken und Supermärkte wurden angehalten, Einweg- oder waschbare Masken zu verkaufen.

Ankündigungen zu Geschäften

  • Wiedereröffnung aller Geschäfte am 11. Mai mit Ausnahme von gastronomischen Einrichtungen, Maske für Mitarbeiter und Kunden empfohlen.
  • Alle Lebensmittelmärkte können nach dem 11. Mai wieder geöffnet werden, mit einigen Ausnahmen.
  • Die Eröffnung von Einkaufszentren von mehr als 40.000 Quadratmetern ist nicht zugelassen, um “große Bevölkerungsbewegungen” zu vermeiden.
  •  Entscheidungen über Ferien und die Wiedereröffnung der Gastronomie werden Ende Mai angekündigt.

Stand 28/04/2020 16h30

+++ Die ersten News zur Zeit nach dem 11. Mai +++

Der Premierminister, Edouard Philippe, präsentierte heute um 15.00 Uhr den Plan der Regierung für die schrittweise Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen in Frankreich ab dem 11. Mai. Über diesen Plan muss nun in der Nationalversammlung debattiert und abgestimmt werden:

  • Edouard Philippe kündigte an, dass nach einer ersten Phase der Aufhebung, die am 11. Mai beginnt, am 2. Juni für drei Wochen eine neue Phase mit neuen Maßnahmen beginnen wird, die vom Ausmaß der Epidemie abhängen wird.
  • Der Premierminister kündigte auch an, dass die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen am 11. Mai und der Hochschulen am 18. Mai stattfinden werde. Die Oberstufenschüler werden erst im Juni wieder aufgenommen. Die Kinderkrippen werden ab 11. Mai mit Gruppen von bis zu 10 Kindern wieder geöffnet.
  • Ausgangsbescheinigungen (Attestationen) sind ab dem 11. Mai nicht mehr notwendig. Bei Fortbewerbungen über 100 Kilometer hinaus aus “essentiellen, familiären oder beruflichen” Gründen ist jedoch nach wie vor eine Attestation erforderlich.
  • Das Tragen von Masken wird in öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorisch sein, und die Kapazität der Öffis wird reduziert, um Sicherheitsabstände einzuhalten.

10h00

+++ Die News des Tages im Überblick +++

  • Heute um 15.00 Uhr wird von Premierminister Edouard Philippe der Plan für die Zeit nach der Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen vorgestellt.
  • Die Sterblichkeitsrate von Covid-19 Patienten auf der Intensivstation wird nach Daten des European Network for Research in Ventilation (ENVR) auf 30-40% geschätzt, weit höher als die von der Regierung genannten 10%.
  •  Seit gestern sind in den 22.000 Apotheken Frankreichs wieder Masken für die breite Öffentlichkeit erwerblich.
  • Amazon verlängert die Aussetzung seiner Aktivitäten in Frankreich bis zum 5. Mai.
  • “AlloCovid”, eine nationale Telefonnummer ist dank künstlicher Intelligenz zur Diagnose und Überwachung des Virus einsatzbereit: 0 806 800 540.

+++ Amazon Frankreich steht noch bis 5. Mai still +++

Die Vertriebszentren von Amazon in Frankreich bleiben bis zum 5. Mai geschlossen. Dies gab die Geschäftsführung des amerikanischen Logistikriesen am Montagabend in einer Pressemitteilung bekannt.

“Amazonas-Mitarbeiter werden gebeten, bis einschließlich 5. Mai zu Hause zu bleiben – sie erhalten ihr volles Gehalt”, sagte der US-Logistikriese. Die Vertriebszentren von Amazon sind seit dem 16. April geschlossen, nachdem ein Gerichtsbeschluss sie dazu verpflichtete, die Risiken im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie zu berücksichtigen.


Stand 27/04/2020 10h00

+++ Die News des Tages im Überblick +++

  • Die Coronavirus-Epidemie hat in Frankreich seit dem 1. März 22.856 Todesfälle verursacht. Das sind am Sonntag 242 weitere Todesfälle innerhalb von 24 Stunden.
  • Edouard Philippe wird am morgigen Dienstag um 15.00 Uhr die nationale Strategie des Plans für die Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen vorstellen, die am 11. Mai beginnen soll.
  • Eine gebührenfreie Nummer steht jetzt 24/7 zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Mehr dazu weiter unten.
  • Apotheken dürfen nun Masken an “die breite Öffentlichkeit” verkaufen.

+++ AlloCOVID, der diagnostizierende Roboter +++

Seit dem heutigen Montag kann man in Frankreich unter der Telefonnummer 0 806 800 540 mit einem Roboter, der auf künstlicher Intelligenz basiert sprechen und herausfinden, ob man vielleicht Träger des Virus ist.

“Konnten Sie in den letzten 24 stunden weder essen noch trinken? Hatten Sie Fieber oder Schüttelfrost? Haben Sie einen hartnäckigen Husten oder husten Sie mehr als sonst?” Am anderen Ende der Leitung ist kein Arzt, der die fragen stellt, sondern ein Roboter mit einer weiblichen, metallischen Stimme. Die an diesem Montagmorgen eingeführte AlloCOVID-Telefonplattform wurde in einer Rekordzeit von einem Monat aufgesetzt und nutzt Spracherkennungstechnologie in Kombination mit künstlicher Intelligenz, um die Diagnose der Covid-19-Symptome zu unterstützen.

Die Nummer kann rund um die Uhr und jeden Tag der Woche angerufen werden und soll darüber informieren, was bei Symptomen zu tun ist. Es soll außerdem eine Garantie sein, auch diejenigen zu erreichen, die nicht mit den neuen Technologien und sozialen Netzwerken vertraut sind.

Mehr Infos von LeParisien hier.

+++ Apotheken verkaufen jetzt Masken an Öffentlichkeit +++

Apotheken dürfen nun auch Masken an die Öffentlichkeit verkaufen, die keine “Gesundheitsmasken” sind. Die Regierung hat endlich grünes Licht gegeben und die Anordnung wurde diesen Sonntag im Amtsblatt veröffentlicht.

Bisher durften die Apotheker keine Masken an die Allgemeinheit verkaufen. Chirugrische Masken und FFP2-Masken waren lediglich jenen in “Gesundheitsberufen” vorbehalten.

Hier geht’s zum ganzen Artikel und zu einer Übersicht der Effizienz verschiedener Masken.


Stand 24/04/2020 11h00

+++ Die News des Tages im Überblick +++

  • Jetzt ist es fix: Das Tragen einer Maske wird im öffentlichen Verkehr zur Pflicht.
  • Macron weist darauf hin, dass es keine Verpflichtung zur Rückkehr in die Schule geben werde. Sie wird auf freiwilliger Basis erfolgen.
  • Laut einer epidemiologischen Studie von drei Forschern des EHESP und des Universitätskrankenhauses von Rouen wären in Frankreich ohne die Eindämmungsmaßnahmen mehr als 73.000 Menschen gestorben.
  • Die Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen sollte doch nicht Region für Region erfolgen sondern als “nationaler Plan”.
  • Die RATP  strebt an, dass am 11. Mai 70% des öffentlichen Verkehrsnetzes in Betrieb sein sollte, gegenüber derzeit 30%.

+++ Keine Masken, kein öffentlicher Verkehr +++

Nach einer Telekonferenz mit 22 Bürgermeistern hat Macron gestern das obligatorische Tragen von Masken im öffentlichen Verkehr ab dem 11. Mai so gut wie beschlossen. Alles was fehlt, sei eine Formalisierung.

Das Tragen einer Maske wäre in der Tat die einzige Möglichkeit, die gesundheitliche Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten, wohl wissend, dass eine soziale Distanzierung nur schwer, wenn nicht gar unmöglich durchzusetzen ist.

“Wenn wir am Bahnhof Saint-Lazare einen Meter Abstand zwischen den Fahrgästen einhalten würden, gäbe es eine 100 km lange Schlange”, sagt ein Verkehrsspezialist. Der nationale Verband für Personenverkehr (FNTV) macht die gleiche Berechnung: “Wenn man in Schulbussen Kinder auf jedem zweiten Sitzplatz unterbringen muss, muss man die Anzahl der Busse verdoppeln. Und wir haben sie nicht.”

Valérie Pécresse, Präsidentin des Regionalrates der Ile-de-France, kündigte gestern Abend an, dass sich die Region verpflichtet hat, allen Verkehrsbenutzern der Ile-de-France, die keine Masken haben, diese kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Zu der Frage, ob die Franzosen am 11. Mai in der Lage sein werden, über ihre Region hinaus zu reisen, hat Jérôme Salomon, der Generaldirektor für Gesundheit, eine erste Antwort gegeben: “Was wir vermeiden müssen, ist der interregionale Transport und der Bevölkerungsaustausch zwischen massiv betroffenen und wenig betroffenen Gebieten, so werden wir die Verbreitung des Virus reaktivieren.

Hier der ganze Artikel von LeParisien.

+++ Ab 4. Mai werden in Frankreich Masken verteilt +++

“Der Staat wird dazu beitragen, Masken für die breite Öffentlichkeit so schnell wie möglich über die geeignetsten Vertriebskanäle bereitzustellen. Die ersten Experimente werden ab dem 4. Mai durchgeführt”, erklärte Agnès Pannier-Runacher, Staatssekretärin für Wirtschaft, in einem Interview, das am heutigen Freitag in Les Echos veröffentlicht wurde.

Die Regierung arbeitet an verschiedenen Vertriebsmethoden: Apotheken, Rathäuser, Supermärkte, Tabakläden, E-Commerce usw.

Vorläufig hat die Regierung “eine Produktionslinie für Textil-Masken für die breite Öffentlichkeit in Gang gesetzt, die größtenteils waschbar und wiederverwendbar sind”, betont Agnès Pannier-Runacher und behauptet, dass das Angebot bis Ende April 25 Millionen waschbare Masken pro Woche übersteigen”, fährt sie fort.


Stand 23/04/2020 10h00

+++ Ein paar Zahlen und Fakten des Tages +++

  • 915.000 Geldstrafen wurden seit dem Beginn der Eindämmungsmaßnahmen verhängt
  • Seit Beginn der Epidemie sind in Frankreich 21.340 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben, davon 544 in den letzten 24 Stunden. Die Zahl der wegen des Coronavirus ins Krankenhaus eingelieferten Menschen geht aber weiter zurück.
  • Die Sozialversicherung in Frankreich verzeichnete ein Rekord-Defizit von 41 Milliarden Euro.
  • Es gibt noch keine Bestätigung für eine Wiedereröffnung von Cafés, Bars und Restaurants a 15. Juni
  • Und erstmals wurden in New York zwei Katzen positiv auf den Corona-Virus getestet

+++ Macron gibt erste Hinweise zum “Déconfinement” +++

Frankreich bereitet ab dem 11. Mai eine schrittweise Aufhebung der Ausgangssperre nach Sektoren und Regionen vor. “Bei bestimmten Themen kann es Schritte geben, die in vom Virus weniger betroffenen Regionen schneller stattfinden können”, sagt Emmanuel Macron bei einem Besuch in der Bretagne.

Der “Grand Ouest” (Bretagne, Normandie, Nouvelle-Aquitaine) ist viel weniger vom Coronavirus betroffen als die Ile-de-France und die Region “Grand Est”. Demnach plädieren die Bürgermeister der einzelnen Regionen auch für individuelle Lösungen.

Die Regierung könnte weiterhin die Bewegungsfreiheit der Franzosen zwischen den Regionen nach dem 11. Mai einschränken. Einige Regionen werden verschont, so dass sie geschützt werden können.
Konkret könnte dies ein begrenztes Angebot an Zügen und Flugzeugen und strengere Kontrollen in Bahnhöfen und Flughäfen zur Überprüfung der Reisegründe bedeuten.

Mehr Infos zur Aufhebung der Ausgangssperre findet ihr hier.

+++ Seit 40 Jahren war die Luft nicht mehr so rein +++

Airparif hat die Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen auf die Luftqualität in Paris und in der Region Ile-de-France bewertet. Laut der am Dienstag veröffentlichten Studie sind die Kohlendioxid-Emissionen um -35% gesunken.

Dies ist in der Ile-de-France seit 40 Jahren nicht mehr vorgekommen. Der Rückgang des Verkehrs hat die Umweltverschmutzung stark reduziert.  An den Rändern von Straßen und Autobahnen, wo es derzeit praktisch keinen Verkehr gibt, wird Kohlendioxid sogar um die Hälfte reduziert. Diese Rate entspricht der, die normalerweise in Parks zu finden ist, sagt Airparif.

Einzig die Feinstaubbelastung ist nach wie vor sehr hoch, weil Faktoren wie vermehrtes Heizen,  die Landwirtschaft und das gute Wetter, das wir im Moment erleben dort miteinfließen.

Doch nicht nur in Frankreich, sondern überall auf der Wet: In Griechenland erhebt sich die Akropolis von Athen in der klaren Luft über dem Meer. Das Tor zu Indien in Neu-Delhi (Indien) hebt sich von einem klaren blauen Himmel in einer der meist verschmutzten Städte der Welt ab. Der Himalaja ist seit einigen Tagen von der indischen Ebene aus sichtbar. Etwas, das es seit dreißig Jahren nicht mehr gegeben hat.


Stand 22/04/2020 10h00

+++ Nikotin im Zusammenhang mit Corona – Fluch oder Segen? +++

Die vom Pariser Krankenhaus Pitié Salpêtrière und dem Neurobiologen Jean-Pierre Changeux durchgeführte Studie kommt zu dem Schluss, dass Raucher von dem Virus weniger betroffen wären als andere Menschen. An dieser Studie, die von France Inter durchgeführt wurde, nahmen 350 stationäre und 130 leicht-betroffene Patienten in Ambulanzen teil. Alle wurden positiv auf Covid-19 getestet.

Der Professor für Innere Medizin Zahir Amoura, der die Studie durchführte, stellte fest, dass es unter diesen Patienten nur sehr wenige Raucher gibt.

Es gäbe also etwas im Tabak, das vor Covid-19 schützt, das könnte also Nikotin sein. “Die Idee war, dass Nikotin die Anheftung des Coronavirus an den Nikotinrezeptoren stören und so die Ausbreitung des Virus stoppen könnte”.

Die Hypothese scheint solide und muss bald durch eine klinische Studie verifiziert werden. Die Versuche mit Nikotinpflaster werden daher bald beginnen, zumal die Gesundheitsbehörden daran interessiert zu sein scheinen.

Hier geht’s zum ganzen Artikel.

Gleichzeitig besagen andere Studien, dass Raucher grundsätzlich ein höheres Risiko haben, “an Virusinfektionen der Atemwege und der Lungen zu erkranken”, sagte der Lungenfacharzt Thomas Hering von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP).

Erste medizinische Studien aus China zeigen, dass Raucher ein höheres Risiko haben, nach einer Infektion mit dem SarsCov-2-Virus an der Lungenerkrankung Covid-19 schwer zu erkranken.

Mehr dazu in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen.

+++ Die Franzosen lassen sich während des Confinement gehen +++

Einer am heutigen Mittwoch, dem 22. April 2020, veröffentlichte IFOP-Studie zufolge, sind die Franzosen, die beim Händewaschen umso fleißiger geworden sind, was die eigene Körperhygiene angeht umso nachlässiger geworden.

Der “Französische Touch” war einmal, die Franzosen lassen sich während der Ausgangssperre gehen, ein ganzes Drittel duscht nicht mehr jeden Tag.
Den ganzen Tag vor dem Computer bei der Arbeit, die Haare durcheinander, das T-Shirt parfümiert mit den Gerüchen der Morgengymnastik.

Besonders auffällig ist der Trend bei Männern, die alleine leben, alleinstehend und über 65 Jahre alt sind.  Umgekehrt waschen junge Paare mit Kindern mehr, um ein Beispiel zu geben.

Die Gesundheitskrise führt einerseits zu “der Angst, sich anzustecken”, die mit dem Bedürfnis zum Händewaschen verbunden ist, und andererseits dazu, “keine Angst mehr davor zu haben, wegen mangelnder Sauberkeit oder Vernachlässigung der Kleidung verurteilt zu werden”.

Mehr Infos und Fakten der ganzen Studie findet ihr hier von LeParisien.

+++ Starker Anstieg von Obst- und Gemüsepreisen +++

Die Preise für Obst und Gemüse sind seit Beginn der Eindämmung um durchschnittlich 9% gestiegen. Dies geht aus einer Studie des UFC-Que Choisir hervor, die am Mittwoch in der Zeitung Le Parisien/Aujourd’hui en France veröffentlicht wurde.

Wie lässt sich der Preisanstieg von Bio-Zitronen um 16% und von Traubentomaten um 25% erklären?
Erstens wegen der größeren Nachfrage, und weil die Landwirte nicht in der Lage sind, mitzuhalten. Importierte Produkte sind seit Beginn der Krise seltener geworden, die Grenzen Italiens und Polens, die viel exportieren, sind geschlossen.
Die Regale sind nicht mehr mit billigen spanischen oder marokkanischen Produkten gefüllt, sondern mit französischen, lokalen, qualitativ besseren, aber teureren Produkten.
Billige Arbeitskräfte aus dem Maghreb oder Osteuropa kamen nicht zur Arbeit auf die Trikolore: daher die Inflation der Erntekosten.
Hinzu kommt, dass sich Transportkosten aufgrund teilweise leer fahrender Lieferwagen um rund 30% verteuert haben und auch die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen wirkt sich verteuernd aus.

Gute Nachrichten, wenn es eine gibt: Der Preis für Desinfektionsmittel ist um 11% gefallen. Ein Effekt der Preiskontrollen der Regierung.

Hier geht’s zu den ganzen Ergebnissen der Studie.


Stand 21/04/2020 10h00

+++ Home-Office wenn möglich bis in den Sommer hinein +++

“Am 11. Mai werden wir unsere Transporte einschränken müssen”, warnte die Präsidentin des Regionalrates der Ile-de-France am Dienstagmorgen am Mikrofon von BFM Business. “Höchstens eine Million Menschen werden auf den Verkehrsmitteln befördert werden können”, um die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. “Damit dies geschehen kann, wird es notwendig sein, beim Transport eine Maske zu tragen”, fügte sie hinzu.

Normalerweise befördern die öffentlichen Verkehrsmittel in der Region 5 Millionen Fahrgäste pro Tag, heute sind es nur noch 500.000 täglich. Dieser Rückgang steht im Zusammenhang mit der Telearbeit, aber auch mit der Schließung vieler Teile der Wirtschaft.

Es bedeutet auch, für diejenigen, die kurze Wege haben, zu Fuß zu gehen und Rad zu fahren. Valérie Pécresse möchte auch, dass Unternehmen die Telearbeit “mindestens bis zum Sommer” aufrechterhalten.

Hier geht’s zum ganzen Artikel.

+++ Die Epidemie in Frankreich bleibt sehr “tödlich” +++

Während Frankreich am Dienstag, dem 21. April, in die sechste Woche der Ausgangssperre geht, bleibt die durch das neue Coronavirus verursachte Epidemie “sehr tödlich“, warnte der Generaldirektor für Gesundheit, Jerome Salomon, am Montag und kündigte an, dass die Zahl der Todesfälle nun 20.000 übersteigt. Sie hat inzwischen “mehr getötet als alle saisonalen Grippeepidemien, selbst die schwersten, sogar die längsten“, und die Hitzewelle von 2003, bei der 19.000 Menschen starben, verglich Salomon.
Während die neuesten Zahlen eine gewisse Verlangsamung der Epidemie zeigen, tötet das Virus weiterhin, mit 444 zusätzlichen Todesfällen innerhalb von 24 Stunden in Krankenhäusern, was “einen Abwärtstrend bestätigt, der leider viel zu langsam ist“, so Jerome Salomon. Er erinnert uns daran, dass, auch wenn die Zahl der in die Intensivstationen eingewiesenen Menschen zurückgeht, “wir uns immer noch auf einem außergewöhnlichen Niveau befinden, weit über der Kapazität in Frankreich“.

Stand 20/04/2020 10h00

+++ Die ersten Hinweise für die Zeit nach der Ausgangssperre +++

Bei einer Pressekonferenz am Sonntag skizzierten der Premierminister und der Gesundheitsminister die ersten Umrisse der Zeit nach dem 11. Mai.

Die Franzosen werden nicht “nicht sofort und wahrscheinlich noch lange nicht” ihr Leben wie vor der Coronavirus-Krise zurückgewinnen, warnte Edouard Philippe.

“Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben”, wiederholte Philippe ebenfalls und betonte, dass die französische Bevölkerung im Moment noch weit davon entfernt sei, immunisiert zu werden, dass keine Behandlung anerkannt sei und dass frühestens Mitte 2021 mit einem Impfstoff gerechnet werden könne.

Ein detaillierter Plan darüber wie es nach dem 11. Mai weitergehen soll, wird wahrscheinlich Ende April vorgelegt.

Mehr Infos zur gestrigen Ansprache hier auf LeMonde.

+++ Apotheken warten auf Verkauf von Schutzmasken +++

Gestern schlug Édouard Philippe in seiner Rede vor, dass Masken obligatorisch werden könnten, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln. So warten die Apotheker an diesem Montag, dem 20. April, nur noch auf grünes Licht, um sie verteilen zu können.

Die Pharmacop-Gruppe hat 200.000 Masken an ihre 250 Apotheken geliefert, aber es steht nicht zur Debatte, FFP2- oder chirurgische Masken zu verteilen, solange die Bedürfnisse der Pflegenden nicht erfüllt werden.

Und was ist mit Stoffmasken? Die Apotheken möchten auch diese verteilen können.
Problem: Dies sind keine medizinischen Gesundheitsprodukte. Deshalb müssten wir eine Entscheidung der Regierung abwarten, um den Verkauf in Apotheken zu erlauben.

Hier geht’s zum ganzen Artikel.

+++ Schrittweise Wiedereröffnung der Unternehmen +++

Geschäfte, die derzeit wegen der Gesundheitskrise geschlossen sind, werden ab dem 11. Mai nur dann wieder öffnen können, wenn sie “Barrieregesten” anwenden und Maßnahmen zur “sozialen Distanzierung” ergreifen, sagte Edouard Philippe.

Warteschlangen müssen so organisiert werden, dass ein Mindestabstand von mehr als einem Meter zwischen den Kunden eingehalten wird und es müsse Desinfektionsmittel am Eingang und kurz vor der Kasse bereitgestellt werden.

Auf der anderen Seite werden Cafés und Restaurants geschlossen bleiben, weil ihre Tätigkeit “es zunächst nicht ermöglicht, die Verbreitung des Virus einzuschränken”, fügte er hinzu.


Stand 17/04/2020 10h00

+++ Ist das Schlimmste schon überstanden? +++

“Sind wir denn schon am “Gipfel” der Epidemie angelangt?”, eine Frage, die wir uns wohl alle schon gestellt haben.

Nachdem die Zahl der belegten Betten bis zum 8. April kontinuierlich angestiegen war, sinkt diese Zahl nun stetig. Das bedeutet, dass das “Spannungsniveau” auf den Intensivstationen abnimmt.

Die Gesundheitsbehörden in Frankreich sprechen aus mehreren Gründen lieber von einem “Level” als von einem “Gipfel”. Einerseits ist die Zahl der schwerwiegenden Fälle, die behandelt werden, nach wie vor sehr hoch und übersteigt die Kapazität des Landes in normalen Zeiten.

Andererseits könnte die Rede von einem “Gipfel” den Eindruck erwecken, dass der schwerste Teil vorbei ist und die Bevölkerung deshalb in ihren Bemühungen nachlassen könnte.

Die Einhaltung der Maßnahmen ist jedoch unerlässlich, um zu verhindern, dass in den kommenden Wochen oder Monaten eine zweite “Epidemiewelle” in Frankreich eintrifft, während man auf einen möglichen Impfstoff wartet.

Hier geht’s zum ganzen Artikel von Le Parisien.

+++ Fast 800.000 Geldstrafen bei Polizeikontrollen +++

Laut Innenminister Christophe Castaner, seien von den 12,6 Millionen Kontrollen, die von den Strafverfolgungsbehörden zu den Eindämmungsmaßnahmen durchgeführt wurden, bisher 762.106 Verbalisierungen ausgegeben worden.

Im Durchschnitt sind 100.000 Polizisten und Gendarmen “permanent” im Einsatz, um die Einhaltung der Maßnahmen zu überwachen.

+++ Bald bis zu 50€ kontaktlos mit der Karte bezahlen +++

Es handelt sich um eine weitere Maßnahme, um das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 zu begrenzen. Die Obergrenze für kontaktlose Zahlungen wird ab 11. Mai von 30 auf 50 Euro angehoben, so der französische Bankenverband (FBF).

Diese Art der Zahlung ermöglicht es, den Austausch von Banknoten und Münzen oder gar die Eingabe der Bankkartennummer am Kartengerät zu vermeiden.

Dadurch wird das Berühren potenziell kontaminierter Oberflächen vermieden. Eine Maßnahme, die bereits zwischen den Banken diskutiert wurde, sich aber mit der Corona-Krise beschleunigt hat.

Mehr Infos dazu hier.


Stand 16/04/2020 10h00

+++ Jogging tagsüber rund um Paris wieder erlaubt +++

Das Verbot von Outdoor-Sportarten zwischen 10.00 und 19.00 Uhr bleibt in Paris weiter bestehen, wurde aber am gestrigen Mittwoch fast überall in den Vorstädten aufgehoben.

Einmal pro Tag, eine Stunde und in einem Radius von einem Kilometer konkret können die Sportler wieder den ganzen Tag über im Freien laufen, weiterhin nur mit einer “Attestation de déplacement dérogatoire”.
Für die Hauts-de-Seine und im Val-de-Marne ist dies der Fall, sieben von an den Bois de Vincennes angrenzenden Gemeinden (Saint-Mandé, Vincennes, Fontenay-sous-Bois, Nogent-sur-Marne, Joinville-le-Pont, Saint-Maurice und Charenton-le-Pont) sind wiederum von dieser Lockerung nicht betroffen.

Den ganzen Artikel von LeParisien findet ihr hier.

+++ Amazon schließt alle Lagerhäuser in Frankreich +++

Nachdem Amazon Frankreich verurteilt wurde, sich auf die Vermarktung wesentlicher Produkte zu beschränken, schließt der E-Commerce Riese all seine Lagerhäuser in Frankreich für fünf Tage.

In der Region Paris sind von dieser Schließung zwei Lagerhäuser betroffen, das von Blanc-Mesnil und das von Brétigny-sur-Orge, welches allein 3.000 Beschäftigte hat.

Ein Mitarbeiter des in Brétigny-sur-Orge gelegenen Lagers kommentierte dazu: “Wir wollten, dass Amazon dieses Lager schließt. Im Lagerhaus sind wir eingesperrt, es gibt keine Fenster. Es gab keine soziale Distanzierung, ein Lagerhaus ist ein ständiger Strom von Menschen.”

Hier geht’s zum ganzen Artikel.


Stand 15/04/2020 12h00

+++ Amazon liefert ab sofort weder Drohnen noch Sex-Toys +++

Die französische Justiz ordnete am gestrigen Dienstag an, dass der E-Commerce Riese Amazon ab sofort nur noch lebenswichtige Produkte ausliefern darf. Die Justiz ist der Ansicht, dass das Unternehmen “seine Verpflichtungen zur Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter missachtet hat” und zwingt Amazon, seine Verkäufe auf die wesentlichen Dinge zu reduzieren.

Nur Lebensmittel, Hygiene- und Medizinprodukte können ab dem heutigen Mittwoch verschickt werden, sonst müsse Amazon eine Rekordstrafe von einer Million Euro pro Tag Zahlen.

“Die Kunden bestellten Drohnen, Dildos,… nichts was mit essentiellen Produkten zu tun hat”, so ein Amazon Manager über das Kaufverhalten seit Anfang der Ausgangssperre.

Den ganzen Artikel dazu findet ihr hier.

+++ Ein Jahr nach dem Brand der Kathedrale Notre-Dame +++

Die Katastrophe, die vor exakt einem Jahr den ganzen Planeten bewegt hat, findet heute ausnahmsweise Platz in unseren Corona-Updates. Es war der 15. April 2019 als durch einen enormen Brand am Dachboden der Notre-Dame, die gesamte Turmspitze zusammenbrach.

Die 600 Feuerwehrleute vor Ort kämpften 15 Stunden lang mit 15 Feuerwehrschläuchen gegen das Feuer an, bis es gelang die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Kurz darauf beginnen große und kleine Spenden aus der ganzen Welt einzuströmen. Die eingenommene Summe ist beachtlich: fast eine Milliarde Euro wurde versprochen, als der Dom noch rauchte.

Macron dankte heute morgen all jenen, die an der Rettung sowohl als am Wiederaufbau beteiligt sind. Natürlich ist die Baustelle zur Zeit aufgrund der Corona-Epidemie auf Eis gelegt. Hinsichtlich des Versprechens, Notre-Dame in fünf Jahren wieder aufzubauen, versicherte Emmanuel Macron “alles zu versuchen, diese Frist einzuhalten”.


Stand 14/04/2020 11h00

+++ Confinement in Frankreich bis 11. Mai verlängert +++

Die Ausgangsbeschränkungen in Frankreich werden vorerst bis 11. Mai 2020 verlängert. Danach soll das öffentliche Leben und die Wirtschaft langsam wieder hochgefahren werden. Konkret bedeutet das: Rückkehr zur Arbeit, Öffnung von Schulen und Kindergärten und Ankurbeln der Wirtschaft. Höhere Bildungseinrichtungen wie Universitäten würden erst im September wieder ihre Türen für Studenten öffnen.

Institutionen mit hoher Frequenz wie  Restaurants, Hotels, Cafés, Kinos, Theater, Museen, etc. – würden laut Macron auch nach dem 11. Mai geschlossen bleiben. Außerdem werden bis Mitte Juli alle Festival ausfallen.

Zudem wird in Erwägung gezogen, ab 11. Mai eine Maskenpflicht einzuführen für Zonen, in denen sich viele Menschen mit wenig Abstand aufhalten– wie beispielsweise im Nahverkehr oder in Geschäften.

Wer die Ansprache von Präsident Macron gestern, am 13. April, verpasst hat, der findet hier nochmals das Video sowie dazugehörige Transkript.

Kleine Erinnerung bezüglich der digitalen Attestation. Wer der französischen Sprache nicht mächtig ist, der findet hier eine Ausfüllhilfe der Deutschen Botschaft

Wichtige Anlaufstellen und Kontakte

Notrufnummern in Frankreich

Notarzt und Rettungswagen (SAMU): 15, für Taubstumme 114
Polizei: 17
Feuerwehr: 18
Europäische Notfallnummer: 112

Infos zum Corona-Virus

Unter der Telefonnummer 0 800 130 000. werden rund um die Uhr 24/7 Fragen zum Corona-Virus beantwortet (auf Französisch). Achtung: Es dürfen keine medizinischen Beratungen erfolgen!

Den Corona-Chatbot der Regierung auf Whatsapp erreicht ihr unter der Rufnummer 07 55 53 12 12.

Esri France stellt diese Karte mit aktuellen Zahlen des französischen Gesundheitsministeriums zur Verfügung.


Stand 09/04/2020 10h00

+++ Confinement in Frankreich wird verlängert +++

Nachdem die Zahl der Todesopfer mittlerweile bei fast 11.000 liegt, ist mit Sicherheit von einer Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen auszugehen.

Es wurde bereits bestätigt, dass die Eindämmungsmaßnahmen, die seit dem 17. März in Kraft sind, über den 15. April hinaus andauern werden. Am Ostermontag wird Präsident Macron seine Entscheidung bekannt geben.

+++ Strafe vermeiden mit “Co

Facebook Gruppe Deutsche in Paris

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